Mittwoch, 28. Oktober 2009

17. und 18.10.2009: WEI






Hakuna matata-Don't worry, be happy!
(Begrüßung in Anlehnung an den netten Armband-Flechter vom Eiffel-Turm)
Also am 17. und 18.10.2009 war ich bei meinem Integrationswochenende (WEI=week-end d'intégration) meines Studiengangs. Am Samstagmorgen um 8.30Uhr haben wir uns auf dem Parkplatz der Fakultät getroffen. Die Organisatoren und einige Spaßvögel waren bereits verkleidet. Gegen 9.30Uhr kam dann auch schon (!) der Bus, der uns zu unserem Ziel der See von Vassivière bringen sollte. Bevor sich jedoch jeder einen Platz suchen konnte, musste zuerst das ganze Gpäck in dem dafür zu kleinen Bus verstaut werden. Anschließend wurden wir alle entsprechend der Teinehmerliste aufgerufen. Vor der Bustür wurde dann jeder einzelne mit Filzstiften im Gesicht bemalt und musste etwas Undefinierbares trinken. Man hatte die Wahl zwischen Alkohol oder ohne Alkohol... Allerdings weiß ich nicht, was besser gewesen wäre. Im Unalkoholischen war ein Gemisch aus süß, bitter, scharf und einfach nur Ekel. Die Fahrt zum lac de Vassivière dauerte so ca. 2 Stunden. Dort angekommen haben wir uns in 6er-Gruppen für je einen Bungalow eingeteilt. Ich habe mit Elodie zusammen in einem Zimmer übernachtet. Nachdem die Zimmer bezogen waren, hat sich die ganze Gruppe mit ca. 50 Leuten am See getroffen, um Mittag zu essen. Die Gruppeneinteilung für die nachfolgende Spiele wurde bereits im Bus gemacht. Ich war in der Gruppe "Choucroute" (=Sauerkraut). Nach dem Essen habe ich mich noch schnell umgezogen und danach bekam ich dann ein Haarband, welches während der Spiele auch gleichzeitig als Augenschutz diente. Danach ging es dann direkt los mit dem ersten Spiel. In der Gruppe sollten wir uns ein Geräusch überlegen, dann wurden alle Gruppenmitglieder aller Gruppen auf einem großen Feld verteilt und man musste die Gruppe wieder vollständig zusammen suchen mithilfe seines Geräuschs. Dabei waren natürlich die Augen verbunden, sodass die Organisatoren die Gelegenheit genutzt haben, um uns so richtig mit Mehl und Rasierschaum einzusauen. Man was das ein Spaß - für die Organisatoren versteht sich ;) Danach gab es immer so Spiele, bei denen zwei Gruppen gegeneinander antreten mussten. Joghurt-Wettessen mit verbundenen Augen. Dabei habe ich meine Mitstreiterin leider auch ziemlich im Gesicht mit Joghurt eingeschmiert. Es gab einen Eierwettlauf, bei dem man nach jedem Meter einen Becher Bowle trinken musste. Dann gab es noch ein Spiel, bei dem man zunächst ein paar Runden im Kreis laufen musste, um das Gleichgewicht zu verlieren und dann auf eine Wand zulief, aus der drei Gesichter der gegnerischen Mannschaft herauslugten und man dann einem von ihnen einen Pappteller aufgetürmt mit Rasierschaum ins Gesicht schmieren musste. Es gab noch ein Spiel, bei dem man einen Luftballon über dem Kopf eines Gegners rasieren musste, sodass dieser natürlich platzt. Und er war natürlich gefüllt mit irgendeiner widerlichen Flüssigkeit. Es roch ein bisschen nach Essig, hatte ich den Eindruck. An der nächsten Station musste man seinem Gegner einen Joghurt in den Mund fallen lassen. Dazu stand man auf einem Stuhl und der Gegner lag vor dem Stuhl auf dem Boden. Glücklicherweise oder unglücklicherweise hat mir kurz vor dem Spiel ein Mädel eine Superdosis Mehl in mein geöffnetes (!) rechtes Auge geworfen, sodass ich leider nichts mehr sehen konnte und das Spiel verpasst habe. Ist aber auch auch schade... Danach sollte man mit verbunden Augen in einem Eimer voller Glibber nach einem Gegenstand suchen. Währenddessen wurden einem Nudeln und andere Ekeligkeiten auf den Kopf geschmiert. Bei diesem Spiel habe ich mittendrin die Flucht ergriffen. Das war mir zu viel. Es gab dann noch ein Spiel in der Art von Twister, bei dem man sich auf einem abschüssigen Feld von unten nach oben ans andere Ende vorarbeiten sollte. Da das ja mit 20 Leuten auf einmal noch nicht unmöglich genug war, wurde das Spielfeld noch mit Öl, Spülmittel und Bowle eingesaut. Und natürlich ist am Ende jeder in der Pfütze gelandet, die sich am unteren Ende des Spielfeldes gesammelt hat. Beim nächsten Spiel sollte man Musiktitel erraten und den Vordermann als Buzzer benutzen, indem du auf seinem Kopf ein Ei kaputt schlägst. Spitze... auch noch Eier. Aber man hat es zu verhindern gewusst :) Danach dann noch ein Spiel, bei dem ein Gruppenmitglied mit Klebeband in einem Wald an einen Baum gebunden wurde und ein anderes Mitglied einen Apfel essen und noch einer dem Apfel-Essenden helfen musste. Das Ganze ergab dann eine Art Kette und am Ende wurde der am Baum festgeklebte befreit. Nach diesen ganzen Spielen sah man aus wie ein Schwein. Aber duschen war nur eingeschränkt möglich, da es nur 50L warmes Wasser für sechs Personen und ein Wochenende gab. Daher wurden die Haare mit klatem Wasser vorgewaschen und hinterher ein kurze heiße Dusche genommen. Abends war dann die Verkleidungsparty. Elodie und ich haben uns für Piratinnen entschieden. Das war schön einfach. Es gab so einige verrückte Verkleidungen. Aber seht euch meine Schnappschüsse einfach an!
Am nächsten Tag waren alle natürlich total erledigt. Wir haben ein bisschen gefrühstückt. (Naja ein Frühstück kann man diese Kombnation aus Milchbrötchen, ein Glas Nutella, Chips, Bier, Cola und kalter Pizza vom Vorabend nicht nennen) Um 14Uhr wurden dann die Zimmer kontrolliert und um 16.30Uhr ging es dann mit dem Bus wieder nach Hause.
Mein Fazit: Muss man mal gesehen haben, aber für mich war es definitiv das erste und letzte Mal. Wer hätte gedacht, dass sich erwachsene Menschen mit solchen Spielen vergnügen können!? Also ich war doch überrascht, was die sich da FREIWILLIG über sich ergehen lassen!
Liebe Grüße, Jenny

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