Samstag, 31. Oktober 2009

24.10.2009: Grenoble

Hi!
Am Samstag war der Geburtstag von Elodies Papa. Nach dem Mittagessen sind wir dann nach Grenoble gefahren. In der Stadt konnte man mit Gondeln entlang einer Seilbahn den Berg hochfahren. Man hatte eine super Aussicht. Um Grenoble herum befinden sich ganz viele Berge, denn dort fangen bereits die Alpen an. Die Berge hatten schneebedeckte Kuppen. Es ist wirklich eine sehr schöne Landschaft. Durch Grnoble verläuft die Isère, die auf den Bildern auch zu sehen ist. Hier ein paar ausgewählte Bilder:

23.10.2009: Ausflug nach Lyon

Hallöchen!
Am letzten Freitag bin ich zusammen mit Elodie nach Lyon gefahren. Sie kommt aus Bourgoin-Jallieu, was nur 20km von Lyon entfernt ist. Da am Freitag die Ferien anfingen und ich am Sonntag Klaas in Lyon vom Flughafen abholen musste, hat sir mir angeboten das Wochenende bei ihr zu verbringen, um mir ein bisschen die Region zu zeigen. Wir sind am Spätnachmittag in Lyon angekommen und haben uns ein bisschen das Zentrum angeschaut. Natürlich haben wir die Gelegenheit genutzt und auch ein bisschen geshoppt ;)

Hier stehe ich vor dem Rathaus

Hier sieht man die Rhône

Eine Brücke über der Rhône

Jenny, Elodie und Magali

Mittwoch, 28. Oktober 2009

17. und 18.10.2009: WEI






Hakuna matata-Don't worry, be happy!
(Begrüßung in Anlehnung an den netten Armband-Flechter vom Eiffel-Turm)
Also am 17. und 18.10.2009 war ich bei meinem Integrationswochenende (WEI=week-end d'intégration) meines Studiengangs. Am Samstagmorgen um 8.30Uhr haben wir uns auf dem Parkplatz der Fakultät getroffen. Die Organisatoren und einige Spaßvögel waren bereits verkleidet. Gegen 9.30Uhr kam dann auch schon (!) der Bus, der uns zu unserem Ziel der See von Vassivière bringen sollte. Bevor sich jedoch jeder einen Platz suchen konnte, musste zuerst das ganze Gpäck in dem dafür zu kleinen Bus verstaut werden. Anschließend wurden wir alle entsprechend der Teinehmerliste aufgerufen. Vor der Bustür wurde dann jeder einzelne mit Filzstiften im Gesicht bemalt und musste etwas Undefinierbares trinken. Man hatte die Wahl zwischen Alkohol oder ohne Alkohol... Allerdings weiß ich nicht, was besser gewesen wäre. Im Unalkoholischen war ein Gemisch aus süß, bitter, scharf und einfach nur Ekel. Die Fahrt zum lac de Vassivière dauerte so ca. 2 Stunden. Dort angekommen haben wir uns in 6er-Gruppen für je einen Bungalow eingeteilt. Ich habe mit Elodie zusammen in einem Zimmer übernachtet. Nachdem die Zimmer bezogen waren, hat sich die ganze Gruppe mit ca. 50 Leuten am See getroffen, um Mittag zu essen. Die Gruppeneinteilung für die nachfolgende Spiele wurde bereits im Bus gemacht. Ich war in der Gruppe "Choucroute" (=Sauerkraut). Nach dem Essen habe ich mich noch schnell umgezogen und danach bekam ich dann ein Haarband, welches während der Spiele auch gleichzeitig als Augenschutz diente. Danach ging es dann direkt los mit dem ersten Spiel. In der Gruppe sollten wir uns ein Geräusch überlegen, dann wurden alle Gruppenmitglieder aller Gruppen auf einem großen Feld verteilt und man musste die Gruppe wieder vollständig zusammen suchen mithilfe seines Geräuschs. Dabei waren natürlich die Augen verbunden, sodass die Organisatoren die Gelegenheit genutzt haben, um uns so richtig mit Mehl und Rasierschaum einzusauen. Man was das ein Spaß - für die Organisatoren versteht sich ;) Danach gab es immer so Spiele, bei denen zwei Gruppen gegeneinander antreten mussten. Joghurt-Wettessen mit verbundenen Augen. Dabei habe ich meine Mitstreiterin leider auch ziemlich im Gesicht mit Joghurt eingeschmiert. Es gab einen Eierwettlauf, bei dem man nach jedem Meter einen Becher Bowle trinken musste. Dann gab es noch ein Spiel, bei dem man zunächst ein paar Runden im Kreis laufen musste, um das Gleichgewicht zu verlieren und dann auf eine Wand zulief, aus der drei Gesichter der gegnerischen Mannschaft herauslugten und man dann einem von ihnen einen Pappteller aufgetürmt mit Rasierschaum ins Gesicht schmieren musste. Es gab noch ein Spiel, bei dem man einen Luftballon über dem Kopf eines Gegners rasieren musste, sodass dieser natürlich platzt. Und er war natürlich gefüllt mit irgendeiner widerlichen Flüssigkeit. Es roch ein bisschen nach Essig, hatte ich den Eindruck. An der nächsten Station musste man seinem Gegner einen Joghurt in den Mund fallen lassen. Dazu stand man auf einem Stuhl und der Gegner lag vor dem Stuhl auf dem Boden. Glücklicherweise oder unglücklicherweise hat mir kurz vor dem Spiel ein Mädel eine Superdosis Mehl in mein geöffnetes (!) rechtes Auge geworfen, sodass ich leider nichts mehr sehen konnte und das Spiel verpasst habe. Ist aber auch auch schade... Danach sollte man mit verbunden Augen in einem Eimer voller Glibber nach einem Gegenstand suchen. Währenddessen wurden einem Nudeln und andere Ekeligkeiten auf den Kopf geschmiert. Bei diesem Spiel habe ich mittendrin die Flucht ergriffen. Das war mir zu viel. Es gab dann noch ein Spiel in der Art von Twister, bei dem man sich auf einem abschüssigen Feld von unten nach oben ans andere Ende vorarbeiten sollte. Da das ja mit 20 Leuten auf einmal noch nicht unmöglich genug war, wurde das Spielfeld noch mit Öl, Spülmittel und Bowle eingesaut. Und natürlich ist am Ende jeder in der Pfütze gelandet, die sich am unteren Ende des Spielfeldes gesammelt hat. Beim nächsten Spiel sollte man Musiktitel erraten und den Vordermann als Buzzer benutzen, indem du auf seinem Kopf ein Ei kaputt schlägst. Spitze... auch noch Eier. Aber man hat es zu verhindern gewusst :) Danach dann noch ein Spiel, bei dem ein Gruppenmitglied mit Klebeband in einem Wald an einen Baum gebunden wurde und ein anderes Mitglied einen Apfel essen und noch einer dem Apfel-Essenden helfen musste. Das Ganze ergab dann eine Art Kette und am Ende wurde der am Baum festgeklebte befreit. Nach diesen ganzen Spielen sah man aus wie ein Schwein. Aber duschen war nur eingeschränkt möglich, da es nur 50L warmes Wasser für sechs Personen und ein Wochenende gab. Daher wurden die Haare mit klatem Wasser vorgewaschen und hinterher ein kurze heiße Dusche genommen. Abends war dann die Verkleidungsparty. Elodie und ich haben uns für Piratinnen entschieden. Das war schön einfach. Es gab so einige verrückte Verkleidungen. Aber seht euch meine Schnappschüsse einfach an!
Am nächsten Tag waren alle natürlich total erledigt. Wir haben ein bisschen gefrühstückt. (Naja ein Frühstück kann man diese Kombnation aus Milchbrötchen, ein Glas Nutella, Chips, Bier, Cola und kalter Pizza vom Vorabend nicht nennen) Um 14Uhr wurden dann die Zimmer kontrolliert und um 16.30Uhr ging es dann mit dem Bus wieder nach Hause.
Mein Fazit: Muss man mal gesehen haben, aber für mich war es definitiv das erste und letzte Mal. Wer hätte gedacht, dass sich erwachsene Menschen mit solchen Spielen vergnügen können!? Also ich war doch überrascht, was die sich da FREIWILLIG über sich ergehen lassen!
Liebe Grüße, Jenny

15.10.2009: Buffet organisé par l'UdA

Salut à tous!
Am Donnerstag den 15.10.2009 hat die Université d'Auvergne (UdA) für die neuen ausländischen Studenten ein Buffet mit typischen Spezialitäten aus der Auvergne veranstaltet. Es gab so allerlei Leckereien. Z.B. konnte man verschiedene Käsespezialtäten probieren: Cantal, Saint-Nectaire, Bleu. Es gab Brioche (hatte für mich etwas von einem Kuchen). Außerdem standen noch einige Wurstsorten und Pasteten zur Auswahl.Das Brot war auch sehr lecker. Natürlich alles Baguette, aber verschiedene Typen: mit Kräutern, Zwiebeln, hell und dunkel. Ich fand es war eine coole Idee, denn wann bekommt man sonst die Gelegenheit so viele verschiedene Spezialitäten zu probieren. Es waren alle wichtigen Leute der UdA dabei. Die haben sich mit den Studenten unterhalten und E-Mail-Adressen für den weiteren Kontakt ausgetauscht. Ich war überrascht, dass die Uni den Studenten ein solches Buffet spendiert. Aber an der UdA gibt es ja auch nicht ganz so viele ausländische Studenten im Vergleich zur Université Blaise Pascal (UBP). Erstere hat so ca. 50 internationale Studenten, wohin zweitere so 500 internationale Studenten hat. Das macht schon einen Unterschied. Der Präsident der UdA hat erzählt, dass die UdA unter den 20 besten Universitäten Frankreichs ist. Da hab ich mir ja gar nicht so ne schlechte Uni ausgesucht ;-)

Liebe Grüße, Jenny

Hier noch ein Foto vom Buffet:

Dienstag, 13. Oktober 2009

Clermont fête ses étudiants

Hallo!
Gestern war der Auftakt zur der Woche mit dem Titel: Clermont feiert seine Studenten.
Für die ausländischen Studenten wurde eine Rallaye organisiert, an der ich selbstverständlich teilgenommen habe. Immerhin brauchte ich so nicht zu den Vorlesungen gehen ;)
Das Ganze fing gestern um 11Uhr an. Zunächst gab es ein Mittagessen mit allen Studenten und anschließend eine kleine Präsentation über die Organisation und den Aublauf der Veranstaltung. Danach ging es dann in bunt gemischten Gruppen los zur Erkundungstour quer durch Clermont-Ferrand. Ich war in einer Gruppe mit einer Amerikanerin, einer Spanierin, einer Brasilianerin und einer Chinesen. War echt lustig, weil jeder ne andere Ecke von Clermont kannte und unterschiedlichste Fragen beantworten konnte. Wir sind drei Stunden durch die Stadt geirrt. Immer wieder hin und her, weil die vorgegebene Route so durcheinander war. Und um kurz vor 17.00Uhr sind wir dann völlig erschöpft und durchgefroren am Ziel angekommen. Ja jetzt ist es kälter hier bei mir in Frankreich. Heute sind z.B. nur 12°C. Der Herbst hat sich überlegt genau gestern hier Einzug zu halten. Naja, aber ich bin kühle Temperaturen und Regen ja gewöhnt. Am Ziel wurde dann ein bisschen gequatscht und sich die Füße in den Buach gestanden. (Hab die Zeit genutzt nochmal nach Hause zu gehen.) Und dann kam ein Uni-Orchester mit round-about 15 Leuten, das für uns Musik gemacht hat. Es hat uns dann auch noch zum Rathaus begleitet, wo die 15 besten Gruppen Preise bekommen haben. Meine Gruppe hat den 15. PLatz gemacht... Gar nicht mal so schlecht, wenn man bedenkt, dass es 53 Gruppen waren. Ich habe eine Eintritts-Karte für den Vulkania-Park und Schnick-Schnack gewonnen :) Aber an diesem Wochenende ist ja schon mein "Week-end d'intégration", sodass ich da leider nicht mit kann. Nach der Rede von... ja wer war das eigentlich... Vielleicht der Bürgermeister??? ... na auf jeden Fall jemand, der uns erstmal was über die Stadt Clermont-Ferrand erzählt und die Partnerstädte aufgezählt hat. Also danach gab es Champagner für alle (umsonst natürlich) und kleine Schnittchen. Manche Studenten waren so ausgedurstet, dass sie sich etwas viel von dem Ganzen gegönnt haben und man sie später am Abend auf der Toilette wieder gefunden hat. Hihi! Selbst Schuld! Wer so gierig ist... Danach ging es dann in Bussen weiter zu so einer Art Veranstaltungshalle, in der eine große Party stattfand. Zunächst hat noc das Orchester Musik gemacht, aber danach kam ein völlig unfähiger DJ. Gegen 23Uhr habe ich dann den Rückzug angetreten. Das hat auch gerreicht! Heute hab ich Muskelkater, bin müde trotz acht Stunden Schlaf und kann mich nicht konzentrieren (An dieser Stelle entschuldige ich mich für alle Rechtschreibfehler) Ob ihr es glaubt oder nicht, manchmal fallen mir irgendwelche deutschen Wörter nicht mehr ein... Wenn ich wieder da bin, muss ich also Deutsch lernen ;)
Hier ist ein Link, über den ihr euch ganz viele Fotos von gestern anschauen könnt. Ich bin auch manchmal mit drauf ;)
http://www.flickr.com/photos/clermont-ferrand/sets/72157622493462336/

Die ganze Woche geht es jetzt so weiter mit speziellen Veranstaltungen für Studenten. Aber ich muss mich jetzt erstmal erholen. Am Donnerstag steigt nämlich die nächste Party und am Samstag und Sonntag lassen sich die Studenten meines Studiengangs beim Integrationswochenende an mir aus. Wünscht mir Glück! Ich kann es dringend gebrauchen.

Liebe Grüße, Jenny

Sonntag, 11. Oktober 2009

Marché aux puces

Hi!
Heute morgen war ich mit Elodie bei einem Flohmarkt. Die Franzosen verscherbeln dort wirklich den l
etzten Müll... Wenn ich an dieser Stelle kurz Elodie zitieren darf: Ce n'est que de la merde. Ich glaube, ein jeder versteht den Ausdruck "merde" ;) Aber es gab dort einen Künstler, der ein paar Bilder verkaufen wollte. Er hat in seine Bilder Schrott eingearbeitet. Aber die Bilder waren echt cool. Hab ein Foto für euch gemacht.
Anschließend war ich noch kurz mit E
ldoie im Jardin Lecoq. Und heute Nachmittag machen wir vielleicht noch nen Ausflug zu den Vulkanen hier um Clermont-Ferrand herum. Soll ja echt schön sein und bisher bin ich da noch nicht zu gekommen.
Bis demnächst, Jenny

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Vorlesungen

Jahhhh... also ich bin ja in erster Linie hier in Clermont-Fd um zu studieren, auch wenn ich davon eher weniger erzähle. Aber das ändert sich in diesem Moment. Ich verbringe so viele Stunden in der Uni... Wahnisnn! Aber dafür sind die Kurse hier echt super cool. Auch wenn die Art und Weise der Vorlesungen schon etwas von meinen bisherigen Erfahrungen abweichen. Aber nun mal genauer. Ich habe hier an der Fakultät für Pharmazie vier biologische Kurse und einen Englisch(!)kurs. Und daneben läuft noch der wöchentlich 9(!)stündige Französisch-Kurs.

Instrumentation-Radiobiologie:
Hier lerne ich praktische Anwendungen der unterschiedlichsten Bereiche der Biologie kennen. Die Idee des Kurses ist gut, da ich dann am Ende eine große Methodensammlung habe, aber leider ist die Umsetzung etwas unglücklich. Jede Stunde steht ein anderer Prof vor mir und ich muss mich dann erstmal an den Sprachstil gewöhnen. Am Ende der Stunde bin ich dann auch soweit mitzuschreiben... aber dann ist es ja auch schon fast zu spät. Das Problem besteht aber auch für meine französischen Mitstreiter. Es ist total lästig, dass man sich jede Stunde an jemand anderern gewöhnen muss. Vorteil dabei ist aber, dass du Profs, die du gar nicht abkannst, so nur ein oder zweimal hast... Gott sei Dank, denn ich hab da schon so ne Liste mit Profs, die in meinen Augen gar nciht zu gebrauchen sind. Ein weiterer Vorteil ist auch, dass so jedes Mal eine Person vor dir steht, die sich in dem Fachgebiet, über das sie erzählt auch rihctig auskennt. Von der Hochschule Bremen kenne ich ja die Situation, wo ein Prof Dinge erklären muss, die er selber nicht versteht oder sich dafür nicht interessiert. Und man lernt natürlich auf diese Weise viel mehr Profs kennen. Was lästig ist, ist die Tatsache, dass nur manche Profs ihre Präsis bzw. Teile ihre Präsis den Studenten zum Lernen zur Verfügung stellen.

Molekulare Methoden:
Der Kurs hat erst letzte Woche angefangen und wenn es nach mir geht, könnte er nächste Woche direkt wieder aufhören. Ich hatte bisher nur eine Frau, aber demnächst übernimmt dann ein Mann und danach dann ein Prof, den ich schon hatte und der gut war. Aber die Frau: Ein Drache in Person! Das geht gar nicht. Erste Stunde: Totales Durcheinander, denn es ist ein Kurs mit Studenten von der Université d'Auvergne und der Université Blaise Pascal. Der kurs findet in dem Hörsaal statt, den ich euch im September schon in einem Bericht gezeigt habe. Der Prof ist noch nicht da, keiner weiß, ob er wirklich stattfindet. Dann kommt sie. Rennt nach unten an ihr Pult und kloppt wie ne Bekloppte mit einer Mappe auf den Tisch um für Ruhe zu sorgen. Wo sind wir denn hier? Im Urwald? Dann beschwert sie sich, dass es schon so spät ist. Hallo? Wer war denn zu spät? Das war jawohl sie! Dann legt sie los in einem atemberaubenden Tempo. Zack, zack den Semesterplan mit Kreide an die Tafel GESCHMIERT! Sie meinte noch kurz, sie würde zu schnell sprechen und zu klein schreiben... Falsch: Ihre Tonlage ist unerträglich und sie hat ein Sauklaue... Da hilft das beste Fernglas nichts. Die Aussichten, dass ich in diesem Kurs mal nicht die Hilfe von meinen Kommilitonen brauche, stehen schlecht. Und dann geht es los mit dem Stoff. Transformation. Gott sei Dank etwas was ich kenne. Aber verstehen kann ich sie trotzdem nicht. Diesen Dienstag (06.10.09) hatte ich dann noch praktische Übungen mit ihr. Restriktionskarten erstellen. Juhuu, das kann ich. Das müssen wir bei ihr in der Klausur für das Modul auch machen. Aber um es uns nicht ganz so leicht zu machen, muss sie noch ungefähr 20 mal erwähnen, dass es keinen Punkte auf die Aufgabe gibt, wenn wir nur das Ergebnis haben mit einem kleinen Fehler drin. Wir würden ja eh alle abschreiben und dann muss sie uns dafür wenigstens keine Punkte geben, wenn die Erklärung fehlt. Man ist die Alte frustriert. Und dann zwischendurch noch, dass wir ihr zuhören sollten und dass das ja was mit Manieren und Höflichkeit zu tun hätte... Von ihren Kindern erwartet sie das ja auch! Was? Die Schreckschraube hat Kinder? Die haben mein Mitleid!
Also ich hoffe, nächste Stunde kommt der nächste Prof!

Biotechnologie:
Hat mir bisher ganz gut gefallen. In dem Kurs muss ich allerdings im Januar eine mündliche und eine schriftliche Prüfung ablegen. Der erste Prof, den wir hatten, war echt nett und der Stoff war für uns alle auch nur Wiedrholung als Einleitung für das Nachfolgende. Aber nach dem ersten kam der zweite Prof. Das war vielleicht ne Lachnummer! Ein Mann mittleren Alters kommt in den Raum und erzählt erstmal eine halbe Stunde darüber, wie toll doch Pflanzen seinen und was man alles Tolles mit ihnen anstellen könnte. Das war schon fast niedlich, wie er das alles erzählt hat. Er hat leider sehr schnell gesprochen, sodass ich die meiste Zeit dieser Vorlesung damit verbracht habe mich darauf zu konzentrieren nicht einzuschlafen. Die Profs der Université Blaise Pascal (UBP) sind in ihrer Art die Vorlesungen zu gestalten total veraltet. Sie benutzen immer Folien, die sie auf den Retro-Projektor legen und den Rest der Stunde diktieren sie ihre Informationen. Manche Folien haben sie sogar mit der Hand selber geschrieben oder gemalt! Aber jetzt haben wir eine Frau von der UdA (Université d'Auvergne), die uns etwas über rekombinante Proteine erzählt und die macht ihre Sache ganz gut.

Pharmacologie:
Ja also wegen dieses Kurses habe ich mir ja für Clermont-Ferrand entschieden. Es ist auch super interessant und der prof ist auch ganz angenehm. Er ist recht jung und ganz locker, aber er spricht ein bisschen mit Slang und deshalb kann ich nicht alles verstehen. Erschwerend kommt hinzu, dass ich feststellen musste, das mir für diesen Kurs doch so einige Grundlagen fehlen. Tja... Aber ich habe mir jetzt ein Buch angeschafft (nastürlich auf Französisch), mit dem ich alles nacharbeiten kann. In diesem Kurs hatten wir bisher erst einmal eine andere Frau. Er ist also fast wie "Zuhause". Und der Prof stellt uns seine vollständige Präsentation über das Internet zur Verfügung.

Anglais = Englisch oder Frenglisch:
Naja also mein Englisch war auch schon mal besser, aber unter diesen Umständen kann ich einfach nicht zu vollen Leistung auflaufen. Der Prof ist Engländer und auch echt nett und lustig, aber die Franzosen sind "nulle" in Englisch... soll heißen grottenschlecht. Und das ist keine Übertreibung. Sie sagen ja selber, dass sie es einfach nicht können. Ich habe mittlerweile schon das Gefühl, dass mein Englisch auch immer schlechter wird. Mir fallen die leichtesten Wörter nicht mehr ein. Vielleicht ist mein Sprachzentrum auch momentan einfach mit dem ganzen Französisch überfordert :)

Francais:
Mein Französischkurs ist leider der einzige der von der UdA angeboten wird, sodass dort Studenten von jedem Französisch-Niveau sitzen und sich die Zeit um die Ohren schlagen. Es ist ganz witzig mit den verschiedenen Nationalitäten, aber ich finde der Kurs dürfte schon etwas anspruchsvoller sein. Die Dame, die den Kurs leitet, ist Professor für Literatur... Und nun verbringe ich meine Freizeit damit, Bücher zu lesen, Gedichte zu analysieren und mir Konversationen auszudenken... Wie in der Schule! Und leider kein Stück fachspezifisch. Aber das geht ja auch nicht, weil ja jeder was anderes studiert. Man merkt schon, ich bin überhaupt nicht begeistert, aber ich habe es jetzt akzeptiert. Der Kurs umfasst 9 Stunden pro Woche und ich gehe auch immer nur so 4-5 hin. Von daher kann ich es noch aushalten und im Vergleich zu meinen anderen Kursen ist das ja die pure Erholung da! Es gibt Schlimmeres!

Ich geb euch dann in ein paar Wochen nochmal einen aktuellen Stand der Dinge!
Gruß, Jenny

29.09. und 01.10.2009: Sportkurse

Hi!
In Clermont-Ferrand bieten die Universitäten den Studenten an Sportkurse zu belegen. Da ich ja ziemlich bequem geworden bin, was Sport angeht, hab ich mir gedacht: "Ach komm, ist vielleicht ganz gut um noch ein paar Leute kennenzulernen." Gedacht und getan habe ich mich dann für "Danse contemporraine" und "Fitness" eingetragen. Also, ja, hm, sagen wir zeitgenössischer Tanz ist hier etwas anders als ich ihn kenne. Ich kam da an... naja 15min. zu spät und habe nur noch mitbekommen, wie die Frau gerade erklärte, dass sie keinen Bock drauf hat, dass man nur dann kommt, wenn man will. Sie will lieber ne kleine Gruppe mit 10 Leuten, die jedes Mal da sind. Mein Gedanke "Mensch das kann ja heiter werden!". Und das wurde es auch. Erste Übung: Spüre den Boden mit deinen Füßen. Was? Wo bin ich hier gelandet? Danach haben wir GEHEN geübt. Naja also ich bin nicht bei den Wölfen aufgewachsen... Ich glaube geradeaus Laufen bekomm ich gerade noch hin. Aber dann eine Übung doch glatt mit einer halben Drehung. Also jetzt will sie es aber wissen! Um den Schwierigkeitsgrad noch etwas zu erhöhen steht dir ein Mädel gegenüber und du darfst keine Miene verziehen, während du dir vorkommst wie der letzte Depp... Ich muss sagen, das Anstrengendste an dem Kurs war nicht laut zu lachen. Eine viertel Stunde vor dem Ende dieser 2(!)-stündigen Tanzeinheit haben wir doch glatt noch soetwas wie eine Schrittkombination gelernt. Aber sie hat es in den zwei Stunden leider nicht geschafft auch nur einmal die Musik anzustellen... Hallo? Ein Tanzkurs ohne Musik? Da kann ich ja auch Yoga machen oder meditieren! Also ob ich da nochmal hingehe, muss ich mir noch gut überlegen. Da ich die nächsten Wochen aber immer praktische Übungen habe um die Zeit, wird es eh nix. Ist ja echt schade, ne?! :)
Am Donnerstag war dann ein Fitness-Kurs, für den ich mich angemeldet habe. Und der war auch echt cool. Das Mädel war noch gar nicht ganz da, da lief auch schon Musik. Und dazu auch noch richtig coole Musik. Da konnte ich mich mal echt auspowern. Wir machen immer abwechselnd 5min Aerobic, 5min Step und dann 5min Muskeltraining. Leider ist das immer nur eine Stunde. Aber danach ist man auch schon richtig platt! Letzte Woche war ich auch da und es hat mir auch immernoch gefallen, aber heute Abend habe ich leider keine Zeit. :( Also habe ich jetzt einen neuen Sport für mich entdeckt: Fitness.
Jenny

25.09.2009: Patinoire

Hallo!
Am Freitag den 25.09. war ich mit der Erasmus-Gruppe in der Eislaufhalle. Das war fast wie in Bremen. Ich finde aber, dass die Leih-Schlittschuhe in Bremen bequemer sind. Es lief dort auch Musik und wie das Photo zeigt, leuchtet die Halle in allen Farben. Es war ganz witzig mit anzusehen, wie sich eine Rumänin auf dem Eis gequält hat... Sie war das erste Mal Schlittschuhlaufen. Aber immerhin hat sie sich getraut :) Es waren nicht sehr viele Erasmus-Studenten bei diesem Abend dabei. Aber das war ganz gut, denn so hatten alle genug Platz. Ich fand es mal ganz gut, was Neues zu sehen. Das Photo habe ich gemacht, bevor ich gegangen bin, daher ist es schon so leer. Aber man kann auch gar nicht später gehen, weil sonst die Tram nicht mehr fährt... Und die Eislaufhalle ist so weit weg... Ungefähr die Distanz zwischen Grasberg und Lilienthal :) Aber wenn man jetzt nur noch kurze Strecken gewohnt ist, dann ist das schon echt ein langer Weg!

18.-20.09.2009: Journées européennes du patrimoine 2009 de la ville Clermont-Ferrand!

Was für ein Titel!
Dahinter verbirgt sich einfach nur, dass alle historischen Monumente in Clermont-Ferrand an diesen Tagen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden sind. Es war daher eine super Gelegenheit sich mal ein bisschen in der Stadt umzuschauen und die Geschichte der Stadt zu entdecken. Ich habe am Samstag (19.09.09) eine Stadtführung von der Cathédrale, über das Rathaus bis zu ein paar nennenswerten Brunnen gemacht. Anshcließend war ich im Rathaus und habe mir dort ein paar Säle angeschaut. Es handelte sich dabei eigentlich auch um eine Führung, aber es war so langweilig... Ich habe die Zeit sinnvoll genutzt um die zahlreichen Funktionen meiner Kamera zu erforschen ;) Abends habe ich dann noch an einer Nachtstadtführung teilgenommen. Das war auch echt cool, bis auf die Tatsache, dass am Place Jaude ein paar Betrunkene angefangen haben sich zu prügeln... Direkt neben unserer Gruppe mit ca. 100 Zuhörern. Das Mädel, die die Führung gemacht hat, war echt cool und ich habe sie auch super verstanden. Am Sonntag war ich dann noch in der Cathédrale. Dort habe ich mich die 263 Stufen auf den Aussichtsturm der Cathédrale hochgequält. Man war das ne Quälerei, aber es hat sich gelohnt! Die Aussicht war spitze ;) Nach dem Abstieg ging es dann weiter zu einer etwas kleineren, aber uralten Kirche: die Basilique Notre-Dame du Port. Im Rahmen meines super-beknackten Französisch-Sprachkurses durfte ich dann noch eine Präsi zu den europäischen Tagen in Clermont-Ferrand ausarbeiten und da habe ich dann diese Kirche ausgewählt. (War auf jeden Fall die richtige Wahl, denn ich habe 18/20 bekommen [ne bessere Note gibt es in Frankreich nicht])
Jetzt im Anschluss ein paar ausgewählte Bilder, die während meiner kulturellen Bildungsreise durch Clermont-Ferrand entstanden sind:

Vor der Cathédrale Notre-Dame de l'Assomption

Notre-Dame de l'Assomption von vorne

Hi hi... Was wächst denn dort am Popo der Figur ;)

Hotel de Ville (Rathaus)

Fontaine d'Amboise

Im Hintergrund sieht man die Kirche, neben der ich wohne

Der Garten im Innenhof des Rathauses

Ein Saal im Rauthaus

Ähm ja...

Das Theater in Clermont-Ferrand

Devant la fontaine d'Amboise

Place Jaude bei Nacht
Vercingétorix bei Nacht

Im Hintergrund die Basilique Notre-Dame du Port

Eine Tanzgruppe vor dem Fontaine d'Amboise

Auf dem Aussichtsturm der Cathédrale

Eine Orchester im Innenhof des Rathauses


Liebe Grüße, Jenny