Bonjour!
Die erste Woche an der Université d'Auvergne habe ich nun mehr oder weniger erfolgreich beendet. Am Montag fing die Woche an mit dem RENTRÉE und d
er RÉUNION. Ersteres war eine Veranstaltung an der Fakultät für Pharmazie und Medizin, bei der alle Studenten begrüßt wurden und die Kurse für das Studienjahr 2009/2010 besprochen wurden. Zunächst musste sich jeder Student vorstellen und sagen, welchen Schwerpunkt er gewählt hat und was er zuvor gemacht hat. Dabei habe ich festgestellt, dass wirklich niemand anderes außer mir aus dem Ausland kommt... Ich war umzingelt von Franzosen. Als ich dran war mich vorzustellen, hat mich meine Ansprechpartnerin für den Austausch mit der Université d'Auvergne direkt erkannt. Ich habe mich recht wacker geschlagen. Aber mein Nachname bereitet den Franzosen echt Probleme... Zwei Hs hintereinander: Das ist einfach Unmöglich für sie! Aber ich habe einfach drauf los buchstabiert und auf Nachfrage versichert, dass zwei Hs wirklich richtig sind ;) Aber aussprechen kann es trotzdem niemand :) Bei der Réunion (Versammlung) im Anschluss, die jedoch auf dem Campus Cézeaux stattfand, saß ich in dem größten Vorlesungssaal, den ich jemals gesehen habe. Der Raum war so groß, dass man von hinten den Prof gar nicht mehr erkennen konnte geschweige denn das, was er an die Wand projeziert hat... Wahnsinn! Hier werde ich auch Vorlesungen haben. Aber dann muss ich mich einfach so weit nach vorne setzen, dass ich auch was sehen und hören kann. Das Problem was sich dabei aber auch noch offenbart hat, ist, dass der Campus von der Fakultät recht weit enfernt liegt und man zwischen den einzelnen Vorlesungen eigentlich gar keine Pause hat: 1.Block von 8h bis 10h, 2.Block von 10h bis 12h. Wie soll das gehen? Wenn man das berücksichtigt und außerdem die Tatsache, dass alle Straßen in ganz Clermont-Fd bergauf oder bergab gehen, dann versteht man, warum alle Studenten mit dem Auto fahren. An dem ersten Tag habe ich sage und schreibe ganze 4 Fahrräder und 2 Motorroller gesehen, die vor der Uni standen. Es kommen so viele Leute mit dem Auto, dass vor meiner Fakultät den ganzen Tag ein Mann steht, der die Autos dirigiert... Nach der Infoveranstaltung auf dem Campus Cézeaux ging es in die Mensa. Von dort aus hat man einen echt tollen Ausblick auf ... natürlich: Berge und Täler! C'est la montagne! Mit 2,90€ kann man sich dort Mittags auch mal ein Essen gönnen, wenn man kein Bock auf Kochen hat. Nach dem Mittagessen ging es dann zurück zur Fakultät für Pharmazie und dort wurden dann Infos zu Sportkursen gegeben. Mal sehen vielleicht belege ich ja einen Kurs. Anschließend war der erste Tag vorbei und ich war völlig erschöpft von den vielen Eindrücken, neuen Gesichtern und der Sprache!
Aber keine Zeit zum Ausruhen! Am Dienstag um 8h begannen die Vorlesungen. Zum Einstieg Wirtschaft. Ein Kurs mit einem Prof der angenehm langsam spricht und der einem seine Vorlesung in Form eines Ausdrucks mitbringt, damit man sich nur noch Notizen für Erklärungen machen muss. Supi, das habe ich hinbekommen. Abgesehen von dem merkwürdigen Marketing-Wortschatz könnte es mit dem Fach klappen :) Aber man soll sich ja nicht zu früh freuen, denn bei dem nächsten Fach sah es ganz anders aus: Pharmacologie. Der Grund, warum ich mich für Clermont-Fd. entschieden habe und ich verstehe Null! Innerhalb von 2 Stunden hat meine Tischnachbarin ganze elf Seiten mitgeschrieben und ich darf das jetzt von ihr abschreiben! An dieser Stelle meinen recht herzlichen Dank an Camille! Am Nachmittag folgte dann Instrumentation-Radiobiologie. Hier habe ich fleißig mitgeschrieben und auch alles verstanden. Yipiehh! Mittwoch hatte ich dann das erste Mal Recht und da war es wieder vorbei mit der Freude! Ich habe davon im Deutschen ja noch nie Vorlesung gehabt, aber dann gleich auf Französisch und nur französisches Recht. Rien compris! (Nix verstanden!) Am Abend hatte ich mir dann mal ne Auszeit gegönnt und war mit ein paar deutschen Mädels im Park picknicken! Donnerstag hatte ich erneut Instrumentation. Das lief auch soweit ganz gut. Manchmal habe ich ein paar Lücken in meinen Aufzeichnungen, aber Camille hilft mir da immer aus! Freitag hieß die Vorlesung Biotechnologie angewandt auf die Ernährung und die Gesundheit. Der Prof ist echt cool. Er ist jung und dynamisch und man soll nicht so viele Notizen machen, aber er spricht sehr schnell! Hier hatte ich bisher nur Wiederholungen, was ganz gut ist, denn dann brauche ich nicht hören, verstehen und schreiben gleichzeit, sondern kann mich auf das Schreiben konzentrieren und Vokabeln lernen. Das Grande Finale war dann der Freitag-Nachmittag! Also sowas habe ich noch nicht erlebt: In dem oben aufgezeigte n Hörsaal hatte ich Datenanalyse. Die Professorin plappert die ganze Zeit vor sich hin. Keiner hört zu oder versteht auch nur ein Wort von dem, was sie da auf ihren Folien auf dem Overhead-Projektor stehen hat. (Ja ich meine so einen richtigen Overheadprojektor, den in Deutschland niemand mehr benutzt!) Hier hieß es erneut: Rien compris! Und damit war die erste Vorlesungswoche beendet! Fazit der ganzen Aktion: Französische Studenten sind bekloppt! Sie haben die Art und Weise, wie man das gesprochene Wort des Profs möglichst schnell zu Papier bringt, echt perfektioniert! Ich habe noch nie im Leben so viel Abkürzungen gesehen... Die Mitschriften sind wie Hieroglyphen... Das muss man studieren!
Liebe Grüße, Jenny
Die erste Woche an der Université d'Auvergne habe ich nun mehr oder weniger erfolgreich beendet. Am Montag fing die Woche an mit dem RENTRÉE und d
Aber keine Zeit zum Ausruhen! Am Dienstag um 8h begannen die Vorlesungen. Zum Einstieg Wirtschaft. Ein Kurs mit einem Prof der angenehm langsam spricht und der einem seine Vorlesung in Form eines Ausdrucks mitbringt, damit man sich nur noch Notizen für Erklärungen machen muss. Supi, das habe ich hinbekommen. Abgesehen von dem merkwürdigen Marketing-Wortschatz könnte es mit dem Fach klappen :) Aber man soll sich ja nicht zu früh freuen, denn bei dem nächsten Fach sah es ganz anders aus: Pharmacologie. Der Grund, warum ich mich für Clermont-Fd. entschieden habe und ich verstehe Null! Innerhalb von 2 Stunden hat meine Tischnachbarin ganze elf Seiten mitgeschrieben und ich darf das jetzt von ihr abschreiben! An dieser Stelle meinen recht herzlichen Dank an Camille! Am Nachmittag folgte dann Instrumentation-Radiobiologie. Hier habe ich fleißig mitgeschrieben und auch alles verstanden. Yipiehh! Mittwoch hatte ich dann das erste Mal Recht und da war es wieder vorbei mit der Freude! Ich habe davon im Deutschen ja noch nie Vorlesung gehabt, aber dann gleich auf Französisch und nur französisches Recht. Rien compris! (Nix verstanden!) Am Abend hatte ich mir dann mal ne Auszeit gegönnt und war mit ein paar deutschen Mädels im Park picknicken! Donnerstag hatte ich erneut Instrumentation. Das lief auch soweit ganz gut. Manchmal habe ich ein paar Lücken in meinen Aufzeichnungen, aber Camille hilft mir da immer aus! Freitag hieß die Vorlesung Biotechnologie angewandt auf die Ernährung und die Gesundheit. Der Prof ist echt cool. Er ist jung und dynamisch und man soll nicht so viele Notizen machen, aber er spricht sehr schnell! Hier hatte ich bisher nur Wiederholungen, was ganz gut ist, denn dann brauche ich nicht hören, verstehen und schreiben gleichzeit, sondern kann mich auf das Schreiben konzentrieren und Vokabeln lernen. Das Grande Finale war dann der Freitag-Nachmittag! Also sowas habe ich noch nicht erlebt: In dem oben aufgezeigte n Hörsaal hatte ich Datenanalyse. Die Professorin plappert die ganze Zeit vor sich hin. Keiner hört zu oder versteht auch nur ein Wort von dem, was sie da auf ihren Folien auf dem Overhead-Projektor stehen hat. (Ja ich meine so einen richtigen Overheadprojektor, den in Deutschland niemand mehr benutzt!) Hier hieß es erneut: Rien compris! Und damit war die erste Vorlesungswoche beendet! Fazit der ganzen Aktion: Französische Studenten sind bekloppt! Sie haben die Art und Weise, wie man das gesprochene Wort des Profs möglichst schnell zu Papier bringt, echt perfektioniert! Ich habe noch nie im Leben so viel Abkürzungen gesehen... Die Mitschriften sind wie Hieroglyphen... Das muss man studieren!
Liebe Grüße, Jenny
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen